Baubericht des vierachsigen SSw 96-04-02

Die Vorbild Kurzinformation:

Bei diesen drei Wagen auf der ehemaligen MPSB handelt es sich um Fahrgestelle von Fakultativwagen die 1944 abgebrannt sind. Diese wurden nach 1950 zu Schienenwagen hergerichtet und neu in den Fahrzeugbestand der Deutschen Reichsbahn eingereiht. Es handelt sich im einzelnen um den 96-04-02, -03 und -05. Der 96-04-03 existierte in dieser Form nur bis 1957 und diente im Rahmen einer Generalreparatur dann als Basis für den Aufbauwagen 960-201. Alle 3 Fahrzeuge sind heute noch erhalten. Die beiden SSw 96-04-02 und -05 in den USA und der 960-201 bei der Parkeisenbahn in der Berliner Wuhlheide.  

1_Vorbild SSw 96-04-02

Der Baubericht vom Modell:

Ein Modell dieses Wagens ist auch bei GI-Modellbau erhältlich. Jedoch zog ich es vor, mir eine eigene Konstruktion zu erstellen. Ein Modell des Wagens stand auch auf meiner Wunschliste. Alle Teile des Wagens sind komplett in Ätztechnik gefertigt. Der zu erwartende Aufwand hält sich in Grenzen. Für meinen Fahrzeugpark ist nur ein Modell dieses Wagens vorgesehen.

SSw 4-achsig

Vorab eine allseits bekannte Zeichnung des Wagens. Jedoch sind die Drehgestelle darauf symmetrisch dargestellt. Das trifft aber nicht zu und ist auf dem Foto des Wagens auch zu erkennen. Richtiger sind die Maße Pufferbohle zum Drehzapfen für die linke Seite 1670 mm und für die rechte Seite 1300 mm. Aber es gibt unter den Fakultativwagen minimale Unterschiede bei den Abmessungen in der Literatur.

1_SSw_klein

Hier sind nun fast alle benötigten Teile des Wagens zu sehen. Oben rechts die Lade- fläche, links daneben die Drehgestelle, in der unteren Reihe links die Kupplungen, die Rungen und rechts die Achslagergehäuse.  Allgemein hatte ich mich dazu entschlossen, einzelne Baugruppen separat Ätzen zu lassen. Diese Teile werden immer wieder benötigt für andere neue Modelle im Baukastensystem.

2_Ladefläche_klein

Die Ladefläche ist nun fertig. Sie besteht nur aus einem einzigem Teil. Alle Seitenteile wurden entsprechend abgewinkelt und verlötet.

3_SSw mit Rungen_klein

Nun sind alle Rungen und Halterungen montiert. Alle Teile wurden einzeln aufgesetzt. Die Halterungen wurden erst direkt an den Rungen mittels einer Pinzette gebogen.

4_Runge 96-04-02_klein

Hier nun eine angebaute Runge in der Totalen. Die Runge sowie die Halterungen bestehen aus 0,1mm Neusilberblech. Das Abwinkeln der Runge ist schon eine kleine Herausforderung.

5_Drehgsetell_1_klein

Es geht nun an die Drehgestelle des Wagens. Diese Bauart wird auch an weiteren geplanten Modellen Verwendung finden.

Oben ein Seitenteil des Drehgestells. Das Teil wurde durch dreimaliges umklappen hergestellt. In der Mitte sind bereits die Buchsen für die Spitzenlagerung der Achsen eingesetzt. Unten dann mit den aufgesetzten Achslagergehäusen. Die wurden ebenfalls durch umklappen und abwinkeln hergestellt.

6_Achslager Platine_klein

Hier die Platine für die Achslagergehäuse noch mal im Detail.

7_Drehgestell komplett_klein

Die fertigen Drehgestelle. Sie bestehen aus je  11 Teilen ohne den Radsätzen. Wenn sie dann gesandstrahlt sind, wird sich die Optik noch um einiges verbessern. So hoffe ich es jedenfalls.

8_von unten_klein

Die Unterseite des Wagens muss verstärkt werden mit einer Einlage aus Plastik. Damit bekommt der Wagens erst seine richtige Verwindungssteifigkeit. Die wurde eingeklebt und der Rand mit Stabilit Express verfüllt. Die Quertraversen für die Drehgestelle bestehen aus 1,5 mm U-Profil welche mittig gebohrt sind. Im Profil wurde eine Mutter eingelötet zur Befestigung der Drehgestelle mittelst einer M1,2 mm Schraube. Bei diesem Wagen musste noch ein zusätzliches Gewicht angebracht werden. Das Eigengewicht ist sonst zu niedrig auf Grund seiner Bauart.

9_Rohbau fertig_klein

Hier nun ist der fertige Wagen im Rohbau zu sehen, ...

10_alles gesandstrahlt_klein

... alle Teile sind gesandstrahlt ...

11_SSw 94-04-02 fertig_klein1

... und nun lackiert sowie die Anschriften mittels Schiebebilder angebracht. Die Schiebebilder habe ich bei DERA-Modell anfertigen lassen. Anschließend ist alles noch mal mit Klarlack versiegelt worden. Fertig... Der Wagen ist nun einsatzbereit.

 

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